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Schreibimpulse #1

Ausgabenstellung: Du betrittst ein Fandom deiner Wahl und trifft auf einen bzw. mehrere Charaktere. Was passiert?

Allein die Entscheidung, welches Fandom und welche Charaktere ich auswählen möchte ist schwer. Ich mag so viele Dinge: ESO, Pokemon, Dragonball, Inu Yasha, Game of Thrones, Assassins Creed, Harry Potter... Ich könnte noch länger weitermachen, aber das würde nirgendwo hinführen. Um ehrlich zu sein würde ich niemanden aus GoT gerne begegnen wollen und auch bei den meisten anderen sieht es nicht sehr viel besser aus. Denn ehrlich gesagt mag ich die Bösen doch meistens am liebsten... Elam Drals und Mirabelle, Vegeta, Sesshomaru und Lucius, um nur ein paar Namen zu nennen (ich denke damit haben wir auch den Grund, wieso meine Lieblingscharaktere so gern sterben). Aber auch Daenerys, Raz oder Altair wären nicht unbedingt meine erste Wahl für ein Treffen. Rin und Bulma wären noch ok.

Daher entscheide ich mich für Rin (und damit natürlich auch Sesshomaru):

Ich denke, ich würde einfach im mittelalterlichem Japan erwachen. Die Frage ist: wie bin ich da gelandet? Eventuell so cool und märchenhaft wie Kagome mit dem Brunnen, da es bei mir allerdings keinen Brunnen gibt bin ich vermutlich in ein übergroßes Schlagloch gefallen oder so. Ich liege also –wieso auch immer- auf einer Wiese herum. Zunächst würde mir wohl gar nicht so viel auffallen, vielleicht würde ich mich sogar zunächst an der Pflanzenwelt erfreuen, aber nur so lange bis ich bemerke, dass mein Buch mit dem langen Verzeichnis der mitteleuropäischen Vegetationszone keine Hilfe bei der Bestimmung der Pflanzen ist. Erniedrigt und wütend würde ich meinen Weg in die nächste Zivilisation suchen und mich gnadenlos verlaufen.

Nach etwa zwei Stunden in denen ich orientierungslos durch die Wildnis irre erreiche ich dann eine Wiese auf welcher ein kleines Mädchen mit einem Drachen welcher zwei Köpfe hat steht und Blumen pflügt. Ich würde zu ihr gehen, während in meinen Gedanken die Bilder von Lämmer-Zyklopen auftauchen (natürlich nicht wegen ihr, sondern dem Drachen).

Schließlich stünde ich dann irgendwann vor ihr, bemerke dass ich mir keine Gedanken darüber gemacht habe was ich sagen soll und improvisiere mit einem „Hey, das ist aber ein cooler Drache den du da hast.“ Schließlich würde ich mit einem Lachen meine Unsicherheit überspielen wollen  während sie zu lächeln beginnt.

„Das ist Ah-Uhn“, erklärt sie bereit willig. „Und ich bin Rin. Wie heißt du?“

Diese Frage trifft mich härter als ich erwartet habe, denn mein Name wäre zum einen sehr ungewöhnlich für eine Japanerin, noch ungewöhnlicher für eine Japanerin aus dem Mittelalter und schließlich ein eindeutiges Indiz dass ich nichts dort zu suchen habe.

„Ich bin Mondfalter“, wäre daher meine Antwort, auch wenn ich bemerke wie dumm sie klingt. Rin scheint das aber nicht stören.

„Und was machst du hier, Lady Mondfalter?“, fragt sie dann aufmerksam und legt ihre Blumen zur Seite –welche von einem der Drachenköpfe auch gleich gefuttert werden-.

„Ich habe mich verlaufen“, wäre meine ehrliche Erklärung. Am liebsten würde ich sie Fragen ob sie den Weg kennt, aber ich weiß ja nicht mal wo ich hin soll. Daher versuche ich etwas anderes: „Bist du ganz allein hier?“

Es war ein Wunder das weder Jaken noch Sesshomaru aufgetaucht waren. Bisher.

„Nein“, antwortet sie mir und scheint auf einmal noch freudiger zu sein, als vorher. „Ich reise mit Lord Sesshomaru und Meister Jaken. Aber die beiden sin im Moment unterwegs. Irgendwas wegen einem Schwert…“

Sie stoppte und schaut hinter mich. Langsam würde ich mich umdrehen –wohl wissend wer hinter mir stand - und erblicken wie der schöne Hundedämon hinter mir auf dem Boden landet.

„Wer ist das?“, fragt er –so freundlich wie wir ihn kennen und lieben-. „Ich bin Mondfalter“, wäre meine artige Antwort. Er schaut mich misstrauisch an. „Was machst du hier? Was willst du?“, seine Augen werden enger. „Öhm“, wäre meine geistreiche Entgegnung.

„Antworte“, zischte er und zieht sein Schwert. „Ich hab keine Ahnung wie ich hier her gekommen bin“, sprudelt es aus mir heraus. „Wohl ungefähr so wie Kagome. Du weißt schon… Die Freundin… von deinem Bruder… ich meine Halbbruder… Nettes Schwert hast du da… Es ist scharf oder?“ Ich kann nicht schweigen wenn ich Angst habe. Er macht einen Schritt auf mich zu, steht genau vor mir. Ich sehe seinen Mokomoko, der Drang ihn zu berühren wurde stärker. Ich presse die Lippen aufeinander und schaue verängstigt auf.

„Was?“, zischt er. Ich kann mich nicht mehr beherrschen und greife nach dem weißen, wunderbar weichen Fell. Ich spüre nicht wie seine Klinge auf mich niederfährt. Ich würde mich nicht erinnern was passierte. Ich würde lediglich im Jenseits sitzen – mit einem gruseligen Fangirl-Grinsen- und „Worth it!“ vor mich hin giggeln.

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